Im Zuge des letzten Artikels habe ich mir noch ein paar mehr Gedanken zur Kommunikation und Einwegkommunikation1 gemacht.

Die Kontaktaufnahme

Diese Frage beschäftigt mich seit einer langen Zeit: Wie finde ich Personen, mit denen ich reden kann, die aber auch mal mit mir reden?

In meinem Umfeld (außerhalb des familiären)  ist das eher so, dass ich mich als die Person fühle, die ständig andere dazu bewegen muss, mit mir zu reden. Wenn ich schweige, scheint das für die anderen eher ein Segen zu sein. Und dann wird nur nach dem Motto "Du bist so ruhig, bist du krank?" reagiert.

Aber ich würde aus auch mal toll finden, wenn Leute mal auf mich zukommen würden. Oder liegt es an mir, dass das keiner tut?
Rede ich zu viel? Wirke ich wie jemand, der nur von sich reden will?

Der Außenseiter?

Wenn ich mir so darüber Gedanken mache, kommt da auch das Gefühl wieder, nur ausgeschlossen zu sein (welches sich seit der 11. Klasse und dem Linksaktiv stark vermindert bis aufgelöst hat), dass niemand mit mir redet, weil ich ein Außenseiter bin, mit denen ja niemand etwas zu tun haben möchte. Aber was habe ich da an mir, das das auslöst? Gibt es ein gesellschaftliches Gedächtnis, das weiß, dass ich von der 7. bis zur 10. schon Außenseiter war?

Bin ich zu Besserwisserisch? (Wobei ich das glatt mit "Ja." beantworte, nachdem ich bei zu vielen Leuten so rüberkomme)

Ab hier hat sich herausgestellt, das ich erfolgreich einen Zwei-Wege-Kontakt hergestellt habe, und sich meine Einstellung dazu somit geändert hat. Jetzt komm ich nicht mehr weiter. Es ist offensichlich Zufall, wann es klappt und wann nicht. Edit: Wer?


1 Hier im Sinne einer Einbahnstraße.

Jeder kennt die Frage "Wie geht's?". Letztens habe ich mir dazu folgende Gedanken gemacht.

Die Mir-geht's-schlecht-Absicht?

Ich habe damit selbst Erfahrung gemacht, nach dem sich meine (Ex-)Freundin von mir getrennt hat: Man fragt andere danach, wie es ihnen geht, erwartet nur ein "Gut. Und dir?" und dann kann man sich auslassen wie schlecht es einem geht. Ich habe da im Nachhinein komisch gefühlt, da ich den anderen so faktisch dazu zwinge mir zuzuhören, er hat mich ja gefragt. Aber ich habe ja mit der Absicht mein Befinden kundzutun nach seinem Befinden gefragt, somit habe ich ihn iwie manipuliert. Aber ich mache das nur bei Leuten, mit denen ich regelmäßig Kontakt habe, damit sie sich dann revanchieren können.

Die Phrase?

Teilweise ist "Wie geht's?" außerdem nur zur Phrase geworden, die man wie in einem Protokoll1 abarbeitet. Denn die wenigsten erwarten nur ein "Gut. Und dir?" (wie oben) und antworten mit "Auch." und dann geht's zum nächsten Punkt. Aber im Sinne des Protokolls betrachtet, ist das eigentlich nur die Methode, ein Gesprächsthema zu finden.

Was nu'?

Das hier geht also noch um einiges tiefer, da sich mein Gedanke eher darum gedreht hat, in wie fern man andere Leute belasten kann und darf und wie man sie dazu bekommt, über die Einwegkommunikation hinauszugehen. Aber dazu ... mehr.

 


1 Protokoll hier im Sinne eines Ablaufplanes

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Night Mode

Ich habe die letzten Tage an meiner Website gebastelt und ganz viel im CSS geändert.

Heißt, dass ich stundenlang iwelche Zeilen da einhacke, hochlade und anschaue obs gewirkt hat.

Macht Spaß ^^ Edit: Oha, am Live-System. Hardcore Hardcore!

Jetzt ist z.B. auf Joinout.de der gesamte Text etwas breiter und der Linksaktivseite gefällt's auch ;)

[caption id="attachment_1211" align="alignnone" width="800"]vim Text Editor vim Text Editor[/caption]